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Die Börsen bietet viele Gelegenheiten – aber es gibt auch Stolperfallen. Diese Fehler sollten Anleger vermeiden.

Der Stürmer trifft den Ball nicht voll und dieser landet nicht im Tor, sondern im zweiten Rang der Zuschauertribüne. Ärgerlich, aber Fehler gehören nun mal zum Sport dazu. Auch bei Investieren und Anlegen sind Fehler unvermeidlich; sogar erfahrenen Profis passieren sie, selbst wenn niemand gerne darüber spricht. Denn trotz der steigenden Bedeutung von Technologien wie Künstlicher Intelligenz und trotz ausgefeilter Online-Tools sind es eben doch Menschen, die Geld anlegen und vermehren möchten. Und Menschen sind eben nicht fehlerfrei.

Was nicht heißt, dass sich bestimmte Fehler nicht vermeiden lassen. Neben dem grundlegenden Wissen – am besten über die laufende Investors Challenge #IC21 erworben – ist es hilfreich, sich möglicher Fallstricke bewusst zu sein.

Diese Fehler können Anlegern passieren

Wir haben in Zusammenarbeit mit Börsenexperten die wichtigsten potenziellen Fehlerquellen herausgesucht und erläutern, wie man diese vermeidet:

  • Strategie auswählen: „Geht raus und spielt einfach irgendwie!“ Das wird kein Fußballtrainer seinem Team sagen, sondern er wird eine Taktik fürs Spiel vorgeben. Das braucht es auch beim Aktienhandel: Was will ich mit welchen Mitteln erreichen? Wie viel Geld kann ich investieren bzw. über einen Sparplan anlegen?
  • Nur keine Panik: Emotionen können Anleger dazu verleiten, von ihrer Strategie abzuweichen. Das kann die Angst vor dem Verlust beim Anblick der aktuellen Aktiencharts ebenso sein wie familiäre Probleme. Doch gerade bei einer langfristigen Strategie sollte man nicht vom Weg abkommen, sonst könnte bereits aufgebautes Kapital vernichtet werden und der Zinseszinseffekt geht verloren. Es kann zwar Sinn machen, einzelne Werte zu verkaufen (etwa beim Erreichen von Stopp-Signalen), aber das große Ziel sollten Anleger nicht aus den Augen verlieren.
  • Aktienhandel und Kredite: Wer sich den Aufbau eines Vermögens über den Aktienhandel mit Krediten finanzieren möchte, begibt sich auf gefährliches Terrain: Das kann finanziell ausgesprochen riskant sein.
  • Tunnelblick vermeiden: Streuung des Portfolios ist bekanntlich eine Tugend erfolgreicher Anleger. Dabei sollte man aber nicht nur an mehrere Unternehmen bzw. Werte denken, sondern auch an unterschiedliche Branchen. Wer nur auf High-Tech setzt, könnte bei einem Einbruch solcher Aktien rasch die Nerven verlieren.
  • Kosten im Blick behalten: Beim Aktienhandel können Gebühren anfallen, die so manche Rendite anknabbern können. Neben Orderspesen und Gebühren für das Depot können das unter anderem Zusatzkosten für Telefonaufträge sein. Diese Kosten sollte man ständig beobachten, um gegebenenfalls reagieren zu können.
  • Unseriöse Broker vermeiden: Die steigende Popularität des Aktienhandels führt zu einer Vielzahl an Anbietern, die wenig Services, aber hohe Kosten bieten. Es ist besser, auf bewährte Unternehmen mit entsprechendem Background zu vertrauen. Ebenso sollte man von vermeintlichen Internet-Gurus, die aggressiv über Mails um Kunden werben, und von Online-Angeboten mit angeblich „todsicheren Investmenttipps“ besser die Finger lassen.
  • Aus den Fehlern lernen: Der schlimmste Fehler ist der, den man zweimal macht – das gilt natürlich auch für die Börse und den Handel von Wertpapieren. Sich ewig darüber zu ärgern macht keinen Sinn: Aufstehen, abputzen, daraus lernen. Wer beispielsweise panisch seine Aktien verkauft hat, weil die Boulevardpresse aus einer Mücke einen Elefanten gemacht hat, wird aus dem Verlust lernen – und beim nächsten Mal geduldiger sein. Da sind wir wieder beim Sport: Einzelne Verluste oder Siege sind weniger wichtig als der Rang am Ende der Saison …